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Aktuelle Nachrichten

  • 17. Juli 2026

    Infolge der Überlastung der Jugendämter wird in mehreren deutschen Bundesländern eine verstärkte Diskussion über die Etablierung geschlossener Einrichtungen für Kinder und Jugendliche mit komplexem Hilfebedarf geführt, wie die Aachener Zeitung am 09. Juli 2026 berichtet. Claudia Kittel, Leiterin der Monitoring-Stelle der UN-Kinderrechtskonvention, kritisiert diesen Vorschlag: Freiheitsentziehende Maßnahmen dürften nur als letzte Maßnahme und zeitlich [...]

Empfehlungen

  • 17. Juli 2026

    Am Freitag, den 13.11.2026 findet in Merseburg in der Hochschule Merseburg in der Eberhard-Ludwig Straße 2 ein Fachtag mit dem Titel: Gesprengte Systeme? Jugendhilfe an ihren Grenzen statt. Der Fachtag beinhaltet zwei Panels die paralell ablaufen: Das Panel 1 beschäftigt sich mit den Themen: Erfahrungen, Brüchen und Systemlogiken (Wissenschaft) hier sprechen Corina Butzin, Wolfgang [...]

Blog

»Fix the System-Problem,
Not the People-Problem«

Paul Taylor

Unsere Ziele

Wiederholt scheiternde Intensivmaßnahmen für Kinder und Jugendliche mit komplexem Hilfebedarf führen dazu, dass sie für Hilfsmaßnahmen nicht mehr zugänglich sind. Unser Forschungs- und Transferprojekt „Komplexe Hilfen“ will erprobte effektive Hilfestrukturen für Kinder und Jugendliche mit komplexen Hilfebedarfen bundesweit implementieren.

Wenn Kinder und Jugendliche mit komplexem Hilfebedarf  Schlagzeilen machen, dann meistens in Horrormeldungen. Disruptiv, aggressiv und kaum in soziale Gefüge integrierbar, bringen sie (Pflege-)Eltern, Erzieher:innen, Lehrer:innen und sozialpädagogische Fachkräfte an die Grenzen der Belastbarkeit und darüber hinaus. Kinder und Jugendliche mit komplexem Hilfebedarf, deren Betreuungssettings wiederholt scheitern, werden zunehmend unerreichbar (»hard to reach«).

Nachhaltige Hilfestrukturen für Kinder und Jugendliche mit komplexen Hilfebedarfen erweisen sich nur dann als tragfähig, wenn ein ähnlich komplexes, multiprofessionelles Team individuelle Fallsettings entwickelt, die auch diejenigen erreichen, bei denen zuvor alle Maßnahmen versagten. Denn flexible, partizipativ und inklusiv geplante Hilfesettings, die in der Lage sind, multikausale Problemlagen der Kinder und Jugendlichen mit komplexen Hilfebedarfen inter- und transdisziplinär zu lösen, können Leben retten.
Das am 01. Mai 2024 gestartete Forschungs- und Transferprojekt will daher trans- und interdisziplinäre Hilfssysteme sowie multimodale Lösungskonzepte entwickeln, die von diesen Kindern und Jugendlichen akzeptiert werden können.