Schwere Gewalttat in Stade

Am Montag, den 29.06.2026, kam es in einer Mutter-Kind-Einrichtung im niedersächsischen Stade zu einer schweren Gewalttat. Gegen 12:10 Uhr wurde die Polizei nach mehreren Notrufen alarmiert. Beim Eintreffen fanden die Einsatzkräfte sechs Tote vor.
Zwei Tage nach der Tat zeichnet sich ab, dass sich die Gewalttat gezielt gegen die anwesenden Sozialarbeiter*innen richtete. Bei den Opfern handelt es sich um sechs Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe: Drei von ihnen arbeiteten in der Mutter-Kind-Einrichtung, drei weitere waren Mitarbeitende des Jugendamts der Region Hannover und befanden sich für ein Hilfeplangespräch vor Ort.
Im Mittelpunkt des Hilfeplangesprächs stand die Frage, wie der zukünftige Umgang der erst drei Monate alten Tochter mit ihren Eltern gestaltet werden sollte.
Die Mutter sowie das Kind blieben körperlich unverletzt.

Auch wenn es sich bei diesem Fall nicht um das Kernthema unseres Projekts – Kinder und Jugendliche mit komplexem Hilfebedarf – handelt, möchten wir auf diese erschütternde Tat aufmerksam machen. Sie macht auf bedrückende Weise deutlich, dass Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe im Rahmen ihrer täglichen Arbeit immer wieder mit potenziellen Gewaltsituationen konfrontiert sind. Umso wichtiger ist es, über ihren Schutz, angemessene Sicherheitskonzepte und die gesellschaftliche Anerkennung ihrer Arbeit zu sprechen.