Interview: Ist nicht jede Hilfe komplex?

In unserem neusten Blogbeitrag haben wir mit Götz Erdmann gesprochen. Er gründete nach dem Abschluss seines Studiums und einigen Jahren als Sozialarbeiter mit einer Freundin zusammen die NEKO – Gesellschaft für systemisches Know How. Die Gesellschaft führt Hilfen zur Erziehung durch in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt in Thüringen. In unserem Gespräch sprachen wir über die Gründung der Gesellschaft sowie über den  Begriff der komplexen Hilfen und wie dieser die Kinder und Jugendlichen beeinflusst.

Wie kam es denn dazu, dass du selbstständig geworden bist?

Erdmann: Also ich habe im Jugendamt Marzahn-Hessersdorf  gearbeitet und dann in der Freien Jugendhilfe bei einem Großen Träger in Berlin und dann habe ich mich entschieden zurückzugehen in meine Heimat, nach Thüringen. Da ist mir klar geworden, dass ich gerne selber etwas machen würde, und dann ist zusammen mit einer Freundin die Idee entstanden, aber gar nicht so, dass wir damit verdienen wollen, sondern erstmal einfach so um zu schauen. Und dann ging das nach und nach los, nachdem wir das dem Jugendamt vorgestellt haben.

Und was macht ihr genau?

Erdmann: Wir machen also Familientherapie, wir machen Familienhilfe. Also eigentlich diese ganzen Standart Paragraphen, also 31, 30, 30 und  Clearing. Das kannte das Jugendamt nicht, wo wir tatsächlich arbeiten, das habe ich praktisch aus Berlin mitgebracht und das fanden die spannend.

Und wie groß ist das?

Erdmann: Wir sind derzeit nicht groß zu fünft. Wir arbeiten alle auf Honorarbasis für den Träger.

Das heißt, ihr habt euren eigenen Träger gegründet?

Erdmann: Genau. Also gründet man ganz klassisch ein Unternehmen, geht zum Notar etc. Und dann stellt man das mit den Konzepten dem Jugendamt vor und macht dann eine Leistungsvereinbarung mit den. Und dann haben die Kollegen und Kolleginnen vom ASD das in ihrem Rechner drin und können die Hilfe dann eintüten.

Wir haben uns im Vorfeld ja ein bisschen unterhalten und sind dann auf das Thema Komplexe Hilfen gekommen, und darauf, dass du der Meinung bist, dass ja an sich jede Hilfe komplex ist- Willst du einmal was zu dieser Aussagen sagen?

Erdmann: Die Frage ist, was bedeutet komplexe Hilfe? Gibt es ganz viele unterschiedliche Bausteine, wo Menschen sagen, dass sie etwas brauchen, oder geht es darum, dass die Konstellation an sich komplex ist? Also die menschlichen Beziehungen das Verhalten an sich. Und ich glaube, wenn man mit der fachlichen Brille nicht auf die Hilfskonstruktion schaut, sondern auf die Menschen, die  Hilfe brauchen, dann würde ich sagen, jede Hilfe ist komplex, weil wir alle hängen in engen Beziehungen miteinander  oder eben auch nicht in Beziehungen. Als Menschen sind wir ja nicht einfach gestrickt wie so eine Kaffeemaschine,  wo man auf A drückt und es kommt B raus.

Wir sind ja als Menschen schon nicht einfach gebaut. Und wenn dann noch Beziehung und zwischenmenschliches Zusammensein dazu kommt, mit allem, was dazugehört, Kommunikation, Beziehung, Erwartung, Werte und so weiter,ich glaube, dann ist alles komplex.

Als ich das erste Mal das Wort komplexe Hilfen gehört habe,in der Mädchenwohngruppe, in der ich  mein Praxissemester gemacht habe.

Da dachte ich, das sind komplexe Hilfen, das ist das, womit ich arbeite. Und als ich mich dann weiter mit dem Begriff befasst habe, fand ich heraus, dass er  im Endeffekt für Systemsprenger steht. Also es soll ja, wie ich es verstanden habe, das politisch korrekte Wort sein.

Erdmann: Und ich weiß nicht, ob das einfach mit dem Wort gelingt. Wenn es um das Label geht, ist mir das Wort Systemsprenger fast schon ein Stückchen lieber, weil es eher das Phänomen bezeichnet, was es auch meint. Dass ein System, so verstehe ich es zumindest, dass ein System einem Menschen oder einer Familie nicht das geben kann, was es braucht

Dass das Hilfesystem dafür vielleicht zu starr ist.

Ja, dann kann man es auch umdrehen mit vom Systemgesprengte, was, ich glaube, von Menno Baumann stammt

Erdmann:  Ich würde für so einen phänomenologischen Zugang plädieren und sagen, okay, ich schaue mir das an, was da ist.

Was ist jetzt in diesem Moment da? Ich mache mir dann erst mal gar nicht so die Gedanken: Ist das komplex oder nicht komplex? Sondern ganz pragmatisch, was ist jetzt da?  Wie erlebe ich die Situation? Wie beschreiben meine Kolleginnen und Kollegen die Situation? Wie beschreibt die Situation vielleicht die Schule? Und dann bekomme ich vielleicht oder zusammen mit dem jungen Menschen oder zusammen mit der Familie irgendeine Idee, wie können wir zusammen arbeiten?

Was denkst du darüber, welche Konsequenzen Beschreibungen haben können? Ein Beispiel: Wenn ein Kind immer wieder hört  die wird das eh nicht hinkriegen

Was glaubst du, inwieweit sich das auf die Hilfe auswirken kann? 

Erdmann: Eine Beschreibung stammt ja immer erst mal von jemandem,  der die Situation oder etwas beobachtet hat. Die Beschreibung sagt immer mehr über den Beobachtenden aus als über die Situation an sich. Zum Beispiel: Das Essen schmeckt lecker. Das sagt nicht aus, dass das Essen lecker ist, sondern, dass es dem Beobachtenden gut schmeckt. Wenn ich also sage, ich traue einem Menschen etwas nicht zu, sagt dass erstmal etwas über mich aus. Allerdings schafft Kommunikation natürlich auch Realität. Die Beobachtung fließt ja mit in die Selbstbeschreibung ein.  Wieder ein Beispiel: Du kannst sowieso kein Abitur machen, dann macht es sicherlich nicht einfacher, dass das Kind Abitur macht, aber es heißt nicht kausal, dass das Kind kein Abitur machen kann, weil das Kind kann ja immer noch selbst entscheiden wie gehe ich damit um. Entweder es nimmt das Ganze für sich an. Die Beschreibung wird zu meinem Selbstbild, oder ich kann mich auch dafür entscheiden zu sagen,  spinnt ihr, das ist doch totaler Quatsch, was ihr mir erzählt. Nur das eine bedingt nicht unbedingt das andere aus meiner Sicht. Aber Beschreibungen sind wichtig.

Warum sind Beschreibungen wichtig?

Erdmann: Weil eine Beschreibung auch zu einer Selbstbeschreibung werden kann.

Wie ich mich erlebe, wenn mir häufig gesagt wird, ich kann das nicht.  Auch eine Diagnose ist eine Beschreibung.

Wenn jemand beschreibt, dass ich eine Diagnose habe, werde ich vielleicht versuchen, bewusst oder unbewusst,dieser Diagnose zu entsprechen.

Oder diese Diagnose für eine Begründung zu nehmen, warum ich etwas machen kann oder nicht machen kann.

Sind Beschreibungen erst dann wichtig, wenn sie zu einer Selbstbeschreibung werden?

Erdmann:  Es ist die Frage, systemtheoretisch wäre es die Frage. Wie wirkt diese Beschreibung in meinem psychischen System? Wie lasse ich es wirken?Und was macht das? Wenn ich die Einstellung habe, dass das Kind es eh nicht, heißt das nicht unbedingt, dass ich dem Kind das auch sage. Wenn eine Hypothese im Raum steht, also die Hypothese ist,  dass das Kind etwas nicht hinbekommt,  dann kann das natürlich die anderen Hypothesen, die danach noch kommen, und die anderen Beschreibungen mit strukturieren und dass das Sichtfeld sich auf das Kind verkleinert. Und dann kann ein Konsens über das Kind entstehen und dann wird man entsprechend handeln.Die systemische Herangehensweise ist dann die, dass man sagt,  in einer Fallbesprechung  oder in einer Teambesprechung wollen wir möglichst bunte Hypothesen haben. Wir wollen Vielfalt haben. Es geht nicht darum, ob das alles stimmen muss.  Es geht erstmal nur darum, einen möglichst bunten Strauß an Perspektiven zu bekommen, dass man immer eine Wahl hat und dass man auch  nicht eine Hypothese mit einer Wahrheit verwechseln kann. Es gibt immer ganz vielfältige Möglichkeiten, auf eine Situation zu blicken  oder eine Situation zu beschreiben. Das ist dann die Kunst oder auch die Methodik, eine möglichst breite Palette  an Hypothesen oder Ideen zu entwickeln.

Ich frage mich,  wenn man versucht, gegen den Sturm zu schwimmen und gegen diese negativen Haltungen zu gehen, ob man dann manchmal die Realität nicht sieht?

Erdmann: Du meinst das,wenn man versucht, eher einen Konsens im Team zu finden? du meinst blauäugig zu sein?Ich weiß nicht, ob das blauäugig ist. Es ist ja eine Hypothese oder eine Beschreibung, ob die nun von einer Person oder von zehn Personen gemacht wird. Es ist und bleibt ja nur eine Beschreibung oder auch nur eine Hypothese.

Wahrheit ist ja im Systemischen generell so ein schwieriger Begriff. Es ist erst mal nur eine Beschreibung der Situation. Ich habe dann immer den Impuls,  wenn ich in Fallberatungen sitze oder auch mit dem Jugendamt spreche, wenn alles zu klar scheint,  dann habe ich häufig den Impuls zu sagen, so könnte es ja auch sein. Also eine neue Perspektive zu geben.

Aber wie würdest du denn vorgehen? Man braucht ja auch Beschreibungen,um Hilfestellungen zu bekommen. Diese Beschreibungen sind ja dafür da,  um Leute zu kategorisieren, z.B. für finanzielle Mittel. 

Erdmann: Ich würde jetzt nicht so weit gehen, sagen, dass alles Konstruktion ist. Wenn ein Kind geschlagen wird, wird das Kind geschlagen. Da gibt es wenig Raum, es gibt dann eher den Raum, zu überlegen, welche Kontexte dazu geführt haben und was könnte in Zukunft helfen,dass so etwas ausgeschlossen wird.

Aber wenn dann eine konkrete Lage faktisch besteht, die dem Kindeswohl nicht dienlich ist, oder wenn eine Familie sagt, wir sind hier nur noch im Streit,oder wenn Kinder sagen, ihnen geht es nicht gut, dann ist das die Konstruktion des Kindes,  mir geht es hier nicht gut. Dann muss ich das ernst nehmen.

Daraus ergibt sich der Anhilfebedarf.

Ich habe eine Beispielsituation, dass sich zwei Mädchen miteinander gestritten haben, und ein Mädchen, das es als extrem schlimm erlebt hat.Und ich meinte dann, ihr wohnt hier zusammen in einer Gruppe,es ist ganz normal, dass es mal einen Streit gibt.  Nicht um ihr die eigene Wahrnehmung abzusprechen, sondern auch um sie zu wissen, was sie daran so schlimm empfunden hat. Es geht eher um so eine Einordnung, von außen Feedback zu geben, so schlimm war die Sache nicht. Eventuell kann es aber dann passieren, dass sich das Mädchen nicht ernst genommen fühlt und bei einem nächsten Problem nicht mehr zu uns kommt.

Erdmann:Ich würde es dann zum Beispiel spannend finden, vielleicht ihre Geschichte zu verstehen, wie wurde in ihrer Herkunftsfamilie, wie wurden da Konflikte besprochen. Eine Hypothese könnte sein, dass da nie Konflikte  ausgetragen wurden, zum Beispiel. Und dadurch ist jede Störung der Ordnung dann als schlimm und als empfunden , als etwas, was nicht sein darf.

Dann kann es vielleicht sein, dass sie das auch noch auf sich selbst bezieht. Ich habe versagt, weil ich in einen Streit gekommen bin, zum Beispiel. Ich habe nicht die Ordnung aufrechterhalten, weil das vielleicht eine implizite oder explizite Regel aus ihrer Herkunftsfamilie war, zum Beispiel.

Genau aus dieser Situation, um vielleicht wieder auf komplexe Hilfen zurückzukommen, einfach als Beispiel, man hat ein Kind, das sagt, wenn ich angeschrien werde, ist das für mich richtig schlimm, weil ich wurde in meiner Kindheit viel angeschrien und  das löst was bei mir aus. Und ein anderes Kind, aufgrund der Vergangenheit, ist es aber ein Kind, was viel schreit oder auch laut wird.

Und wenn sie dann aufeinandertreffen, werden sie noch viel komplexer in ihrer Kombination, wenn die beiden zusammen in  einer Wohngruppe wohnen. Und dann habe ich einen achtfach komplexen Fall.

Erdmann: Ja, ich glaube, das ist ja sowohl in einer Wohngruppe als auch bei einer Familie zu Hause die Herausforderung, den individuellen Bedürfnissen Rechnung zu tragen. Ich verhalte mich bei Kind A und bei Kind B jeweils gleich.

Ich glaube, es geht immer in Relation zueinander, wie kann ich auf Bedürfnisse eingehen,  das heißt nicht, dass ich alle Bedürfnisse befriedigen muss, aber wie kann ich den Bedürfnissen zumindest pädagogisch vertretbar gerecht werden. Da gibt es keine endgültige Antwort darauf, weil auch jeder Mensch anders ist. Aber man muss zwangsläufig Prioritäten setzen. Ich kann Nähe geben oder nah sein und kann aber auch in der nächsten Sekunde eher eine distanzierte, beobachtende Position einnehmen. Im nächsten Moment wird vielleicht wieder gebraucht, dass ich sowohl körperlich als auch emotional super präsent bin.  Ich würde davon ausgehen, dass jede Hilfe komplex ist.

Dann gibt es wahrscheinlich Hilfen, die mehr als komplex angesehen werden als andere oder komplexer erscheinen auf dem ersten Blick – ich hab da immer Bedenken, vor allem im Wohngruppenkontext, dass da die anderen dann untergehen.

Erdmann: Naja, es ist nur eine individuelle Beschreibung, was komplex ist oder als komplex wahrgenommen wird.  Vielleicht gibt es in der Hilfe, die nicht so komplett erscheint, noch Wissenslücken. Ich glaube, man läuft schnell Gefahr, wenn man das so einkategorisiert, dass man sich in die eine Konstellation total reinstürzt und die andere Konstellation vernachlässigt.

Sollte man dann in solchen Fällen, die weniger komplex erscheinen als zuerst, einen Blick darauf werfen?

Erdmann: Als Supervisor würde ich sagen: ja. Wenn ich glaube, ich habe es verstanden, an dem Moment sollte ich vorsichtig werden.

Also sollten wir uns in einer ständigen Unsicherheit befinden? 

Erdmann: Ja. Ich glaube, das bringt das Berufsbild mit sich,  dass wir nicht mit Sicherheiten arbeiten können. Ich glaube, ich muss immer eine gewisse Unsicherheit haben und muss mich immer fragen, habe ich das jetzt so weit verstanden,  dass ich keine Fragen mehr habe? Ich glaube, dann hat man es nicht verstanden. Dann ist man so verliebt in seine eigene Beschreibung und in seine eigenen Hypothesen, dass dieser Blick schon so eng geworden ist, dass gar nichts mehr anderes möglich ist.  Es gibt aber andere Beschreibungen darauf. Ich glaube, wenn man auf die Konstellation schaut, ist es so komplex, dass ich es nie ganz verstehen werde.  Ich würde mich auch erstmal fragen,warum sich das Verhalten immer wiederholt. Dann muss ich mich, glaube ich, fragen,  was trage ich auch dazu bei, dass es immer wieder passiert? Wir drehen uns gemeinsam im Kreis. Dann ist es Zeit sich selbst zu fragen, was ich tun kann, weil mein Auftrag ist es ja die Menschen zu unterstützen.Die systematische Argumentation wäre die, zu sagen, meine Aufgabe ist es, einen Unterschied zu machen. Einen Unterschied im Leben einzuführen. Das kann neues Wissen sein oder eine neue Handlung in einer bestimmten Situation. Dann kann der Mensch entscheiden, ob er das Neue oder das Alte ist. Und wenn er sich dreimal für das Alte entscheidet, dann kann ich genau darüber in das Gespräch gehen und mich fragen, ist es denn überhaupt gut, wie wir arbeiten? Was macht es denn so schwer, was neues auszuprobieren? Ein Beispiel könnte sein Schulverweigerung: Wie lange wäre es noch gut, nicht in die Schule zu gehen? Das frage ich das Kind.Das ist schon wichtig zu wissen, weil das eine Möglichkeit bietet, mehr darüber zu erfahren und nicht aus einer vorteilhaften Perspektive etwas zu erfahren.

Man unterstellt damit eine Funktion,nicht in die Schule zu gehen. Was hat der Mensch davon? Ich glaube nicht, dass das Faulheit ist. Sondern dann eröffnet das vielleicht, über Scham zu sprechen,über Mobbing zu sprechen, über Konflikte zu sprechen.

Was aus meiner Sicht bei Schulverweigerung total valide Gründe sind, um nicht in die Schule zu gehen, um sich einer unangenehmen Situation nicht auszusetzen. Aber dann hat man ein ganz anderes Thema. Ich glaube nicht,  dass man dann mit Beten weiterkommt,du musst in die Schule gehen,  du musst deinen Beruf lernen, oder du musst an die Zukunft denken. Dann wird es nur noch schlimmer.

Dann geht es darum, die Scham zu überwinden- Wie kann ich Selbstbewusstsein erleben? Das ist in dem Moment ja viel wichtiger als ein ferne Schulabschluss. Aber ich habe schon erlebt, dass Kinder ein halbes Jahr nicht in die Schule gegangen sind und dann in die Psychiatrie eingewiesen wurde, dadurch eine Karriere in der stationären Jugendhilfe gestartet ist.

Da ist die Frage, wenn es nur um das Ergebnis geht, in dem Blickwinkel, du musst in die Schule gehen und es gar nicht an die anderen Themen adressiert wird, dann wird es natürlich schwierig. Das Kind wird alles dafür tun  oder vieles dafür tun,  sich nicht dieser Situation weiter auszusetzen.

Hast du noch Tipps für Menschen, die in diesem Bereich arbeiten?

Erdmann: Ich glaube, neugierig sein ist immer gut und auch Optimismus gönnen, und nicht nur aus dem Grund handeln, sondern auch aus dem Bauch. Die soziale Arbeit ist eine junge Wissenschaft, aber wir wissen auch schon ein bisschen was. Das erlebe ich in meiner Praxis häufig,wo dann doch eher aus dem Bauch gehandelt wird und häufig weniger dem, was wir vielleicht empirisch gesichert wissen. Die Praxis hört nicht mit dem Studium auf, ohne dass man Bücher lesen muss. Aber auch sein Bauchgefühl zu hinterfragen und vielleicht doch mal zu googeln. Und zu schauen, was gibt es darüber.

Danke für das Gespräch.

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